Diplomfilme 2019

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Der Raum der Stricke


2019 - 63' - Italienisch (Verfügbare Untertitel: Deutsch, Italienisch, Englisch)

Brauchen wir Momente, in denen wir die Kontrolle verlieren, um uns unserer alltäglichen Sorgen zu entledigen?
Cindy, Coldeyes und Ilaria praktizieren Shibari, eine japanische Disziplin, die zwei Personen betrifft: die, die fesselt, und jene, die gefesselt wird.
Die drei Frauen üben diese Praxis aus unterschiedlichen Gründen aus: Als Meditation, um “Stille im Kopf” zu finden, als Therapie, um so etwas wie eine Katharsis zu erreichen oder sie fesseln sich selbst, um einen Moment nur für sich alleine zu haben.
Anhand ihrer Erfahrung und jener von Fessel-Meister Andrea reflektieren wir über das Bedürfnis, die Kontrolle zu verlieren und sich gehen zu lassen, Momente erlebend, in denen man sich völlig den Sinnen hingibt.

  • Caterina Ferrari
    • Regie

    Caterina Ferrari

    Caterina Ferrari (Novara, 1989) hat einen Abschluss in Visual and Performing Arts der Universität IUAV in Venedig. In Mailand studierte sie Dokumentarfilm an der Civic School of Cinema Luchino Visconti. Ihr Projekt “La Gabbia” wurde zum In Progress (Milano Film Network) Projektentwicklungsworkshop ausgewählt. “La Gabbia” gewann den Movie People Preis des Filmmaker Festival 2017 in Mailand.
    Im Jahre 2019 schliesst sie ihr Regie-Studium an der Dokumentarfilmschule ZeLIG in Bozen ab.
  • Annachiara Gislimberti
    • Kamera

    Annachiara Gislimberti

    Annachiara Gislimberti (Trient, 1992) macht 2012 nach dem Kunststudium in Trient ihren Abschluss in Ton- und Filmtechniken an der Schule APM in Saluzzo (CN).
    In Mailand und Rom beginnt sie als Kameraassistentin und Kamerafrau zu arbeiten. Dank ihrer Mitarbeit an Filmen wie What nourishes me destroys me und Zero Waste beginnt sie sich mit Dokumentarfilm zu beschäftigen.
    2019 schließt sie ihr Studium in Fotografie an der Dokumentarfilmschule Zelig in Bozen ab.
  • Gabriella Cosmo
    • Schnitt

    Gabriella Cosmo

    Nach Abschluss ihres Studiums für Fremdsprachen und Literatur studierte Gabriella Cosmo (Bari, 1986) zwei Jahre an der Universität Rom III Filmemachen.
    2013 gründete sie den Kulturverein Rec Movie.
    2019 machte sie ihren Abschluss in Montage an der Dokumentarfilmschule ZeLIG.

Festival

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Anmerkungen der Regie

Shibari wird meist für eine erotische Bondagekunst gehalten, dabei ist für manche Menschen der sexuelle Aspekt einer Shibari-Sitzung nebensächlich, sie suchen in Wahrheit etwas Anderes.
Der Film versucht diese verschiedenen Aspekte zu beleuchten: vom Bedürfnis, die Kontrolle über den eigenen Körper einer anderen Person anzuvertrauen, sich komplett hinzugeben, bis hin zum Verlangen nach einem kathartischen Erlebnis.
Die Suche nach diesen Erfahrungen lässt uns über das zutiefst menschliche Bedürfnis nachdenken, Gefühle erleben zu wollen, die einen völligen Bruch mit dem Alltag bedeuten.

Technische Daten

Produktionsland: Italien
Drehformat: HD 1080@25p
Master Originalformat: HD 1080@25p
Bildformat: 1.85:1
Vorführformat: DCP
Audioformat: Stereo 2.0
Laufzeit: 63’
Verfügbare Untertitel: Deutsch, Italienisch, Englisch

FULL CAST

Regie: Caterina Ferrari
Kamera: Annachiara Gislimberti
Schnitt: Gabriella Cosmo
Tonaufnahme: F. Jacopo dell’Anno

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Die ZeLIG hat ihren Sitz in Bozen (Italien) einer mehrsprachigen Stadt, in der verschiedene Kulturen zusammenleben. Sie ist ein Ort des Austausches für Studierende, DozentInnen und Filmprofis aus aller Welt.
Bei ZeLIG wird Deutsch, Italienisch und Englisch gesprochen. Der kreative Umgang mit der Sprachenvielfalt wird zum offenen Tor hin zum internationalen Markt, zu einer Chance für die Zukunft.