Diplomfilme 2019

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Rising of the Setting Sun


2019 - 52' - Portugiesisch (Verfügbare Untertitel: Deutsch, Italienisch, Englisch)

Die Bewohner einer kleinen portugiesischen Insel inmitten des Atlantiks ringen mit dem scheinbar unaufhaltsamen Versiegen der Quelle des Lebens.
Der Alltag auf der Insel zeichnet sich durch das enge Abhängigkeitsverhältnis zu den Elementen der Natur aus. Der Vulkan - das Herz der Insel - zeigt den Bewohnern immer wieder aufs Neue die unerschütterliche Kraft der Natur auf. Doch nicht nur die Naturkräfte beeinflussen das Leben der Menschen, auch die Taten der Menschheit selbst. Das Leben auf und um die Insel herum stirbt und nichts scheint das Sterben aufhalten zu können. Was muss geschehen, um diese Zerstörung aufzuhalten?
Der Film erzählt von einem Gefühl, das nur schwer zu fassen ist. Gibt es noch Hoffnung? Oder sind wir in einer Ohnmacht gefangen?

  • Julie Hössle
    • Regie

    Julie Hössle

    Julie Hössle, geboren und aufgewachsen in München, studierte Ethnologie sowie Pädagogik und Bildungswissenschaft an der LMU München. Nach ihrer Gasthörerschaft in der Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der HFF München schließt sie ihre dreijährige Ausbildung an der ZeLIG Schule für Dokumentarfilm im Bereich Regie und Projektentwicklung ab. Sie arbeitete als Regieassistentin für den Dokumentarfilm Alpgeister und ist Regisseurin der Filme Memories of a Friendship, La Ribalta und Rising of the Setting Sun.
  • Andrea Bertoldi
    • Kamera

    Andrea Bertoldi

    Andrea Bertoldi, geboren und aufgewachsen in Trient, studiert Kamera und Licht an der ZeLIG Schule für Dokumentarfilm. Mit seinem Dokumentarfilm Il mantello di San Martino nahm er am Trento Film Festival 2018 teil und arbeitete als Kameramann für die Filme Papà Dario und Rising of the Setting Sun. Er ist der Gründer des Wander-Filmfestivals CicloCinema, dessen Projektionen ausschließlich mit an Fahrrädern angeschlossenen Dynamos betrieben werden.
  • Claudia Gerstl
    • Schnitt

    Claudia Gerstl

    Claudia Gerstl, geboren und aufgewachsen in Südtirol, studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Angewandte Kulturwissenschaft an der AAU Klagenfurt. Während ihres Medien Masters an der LFU Innsbruck, bewarb sie sich an der ZeLIG Schule für Dokumentarfilm, wo sie derzeit ihr Studium in Schnitt und Postproduktion abschließt. Sie sammelte Erfahrungen in verschiedenen Medienbereichen und übernahm den Schnitt der Filme Morgen, Kinder, wird’s was geben! und Rising of the Setting Sun.

Festival

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Anmerkungen der Regie

Die Natur ist für mich schon immer ein Ort gewesen, der mir absolute Sicherheit gab.
Sie ist ein Ort, der so gewaltig, stark und standhaft ist, dass ich ein bedingungsloses Vertrauen darin finden kann.
Doch je älter ich werde, desto mehr spüre ich, dass diese Sicherheitskonstante in meinem Leben nicht mehr so da ist wie früher, als ich noch ein Kind war. Etwas in meiner geliebten Natur scheint zu bröckeln und mein Vertrauen zu erschüttern. Ich fühle einen Verlust von etwas, das unaufhaltsam und kaum merklich verschwindet.
Die Insel Faial mit ihren Vulkankegeln, den Pflanzen und Tieren und umgeben vom Atlantik, war für mich immer ein Rückzugsort fern vom Rest der Welt. Aber diese reine Natur ist auch hier im Niedergang.
Die Tiere der Meere werden immer weniger und sterben und mit jedem Sturm werdem die Strände von Neuem mit Plastik übersät.
Was können wir tun, um diese Zerstörung unseres Lebensraums aufzuhalten?
Und wie kann ich gegen dieses Gefühl der Ohnmacht ankämpfen und baldmöglichst etwas zur Veränderung beitragen?

Technische Daten

Produktionsland: Italien
Drehformat: HD 1080@25p
Master Originalformat: HD 1080@25p
Bildformat: 1.85:1
Vorführformat: DCP, Apple ProRes oder auf Anfrage
Audioformat: Stereo (2.0)
Laufzeit: 52”
Verfügbare Untertitel: Deutsch, Italienisch, Englisch

FULL CAST

Regie: Julie Hössle
Kamera: Andrea Bertoldi
Schnitt: Claudia Gerstl
Tonaufnahme: Matteo Avesani, Lorenzo Misia
Sound Design und Mix: Benedikt Mühle
Musik: Julia Rolle

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